Die ARD verlangt von der Produktionsfirma Bavaria Schadenersatz wegen Schleichwerbung. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" soll es sich um eine Summe von 2,5 Millionen Euro handeln. Ein Sprecher der ARD-Geschäftsführung beim Bayerischen Rundfunk (BR) bestätigte Donnerstag den Vorgang, nicht aber die Summe.

Product Placement in "Marienhof" und "In aller Freundschaft"

Die ARD verlangt von der Tochterfirma, an der neben dem BR auch der MDR, SWR und WDR beteiligt sind, Schadenersatz, weil die Bavaria entgegen den geschlossenen Verträgen unerlaubterweise bezahltes Product Placement in den Serien "Marienhof" und "In aller Freundschaft" zuließ. Die Vertragsstrafe lag bei zehn Prozent des Produktionswerts.

Ein Schreiben des ARD-Vorsitzenden Thomas Gruber an die Bavaria sei in Vorbereitung, bestätigte der BR. Es soll bis zum 31. Jänner bei der Bavaria eintreffen, also bis Geschäftsjahresende. Das eingeforderte Geld soll Programmprojekten wie dem Kampf gegen Krebs oder einer auf Kinder ausgerichteten TV-Woche in der ARD zugute kommen. (APA/dpa)