Moskau - Der ehemalige russische Justizminister Pawel Krascheninnikow ist am Mittwoch als erster offizieller Vertreter Russlands mit einem Mitglied der tschetschenischen "Regierung" zusammen gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Interfax berichtete, traf Krascheninnikow den "stellvertretenden Ministerpräsidenten" der abtrünnigen Kaukasusrepublik, Kasbek Machaschew. Das Gespräch habe in Karabulak in der Nachbarrepublik Inguschetien stattgefunden. Das Treffen sei "ein großer Schritt in Richtung Annäherung" gewesen, sagte Krascheninnikow, der Vorsitzender des Menschenrechtsausschusses für den Nordkaukasus im russischen Parlament ist. Im Fernsehsender NTW sagte Krascheninnikow, das Gespräch sei kein Beginn offizieller Verhandlungen zwischen Tschetschenien und Russland. Er habe sich "aus erster Hand" einen Eindruck von der Situation in der umkämpften Teilrepublik machen wollen, fügte Krascheninnikow hinzu. Bisher hat Moskau alle tschetschenischen Gesprächsangebote über ein Ende des Krieges zurückgewiesen. In Tschetschenien flackerten am Dienstag vereinzelt Kämpfe zwischen russischen Einheiten und Rebellen auf. Bei einem Gefecht in der Umgebung der Stadt Bamut wurden nach Angaben der Agentur Itar-Tass drei Rebellen getötet. (APA)