Wien - Die Raiffeisen International Holding (RI) will die rechtliche Fusion ihrer Tochtergesellschaften in der Ukraine, der Bank Aval und der Raiffeisen Bank Ukraine, voraussichtlich schon 2006 durchführen, teilte die RI heute, Freitag, mit.

Die Aufsichtsräte der Bank Aval und der Raiffeisenbank hätten sich entschlossen, die Möglichkeit einer schnelleren Integration durch eine vorgezogene rechtliche Fusion der beiden Banken zu prüfen, das heißt die Eintragung einer rechtlichen Gesellschaft unter einem Namen und Management. Dieser Schritt könnte schon im Jahr 2006 durchgeführt werden, heißt es in der heutigen Mitteilung. Das genaue Datum wird von einer in den nächsten Wochen durchzuführenden Machbarkeitsstudie abhängen.

Die operationale Fusion inklusive der Harmonisierung von Systemen und der Zusammenführung von Back-office-Funktionen werde wie angekündigt bis spätestens 2008 abgeschlossen sein.

Gute Ergänzung

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschieden, nachdem klar wurde, dass sich beide Banken noch besser als ursprünglich erwartet ergänzen", erklärte RI-Vorstandsvorsitzender Herbert Stepic. Die Integration der Bank Aval und der Raiffeisenbank werde die Stärken beider Banken miteinander verbinden. Die Fusion werde die führende Bank im ukrainischen Markt hervorbringen, diese soll ausgebaut und erhalten werden. Die beiden Banken werden künftig unter einer Marke auftreten - welcher ist derzeit noch offen.

Bank Aval und die Raiffeisenbank Ukraine kommen zusammen auf einen Marktanteil von rund 12 Prozent nach Bilanzsumme. Die JSPP Bank Aval wies per Jahresende 2004 ein Bilanzsumme von 1,573 Mrd. Euro auf. Bei JSCB Raiffeisen Ukraine lag die Bilanzsumme per Ende September bei 913 Mio. Euro. Die Bank Aval hat 1.380 Geschäftsstellen und rund 18.000 Mitarbeiter. Die Raiffeisenbank verfügt über 26 Geschäftsstellen mit rund 1.500 Mitarbeitern. (APA)