Jerusalem - Israel erwägt die Einrichtung einer Sicherheitszone gegen palästinensischen Raketenbeschuss im Norden des Gazastreifens. Wie das israelische Fernsehen am Freitag berichtete, will die Armee einen grenznahen Streifen "Niemandsland" einrichten, und drohe, auf jeden zu schießen, der sich in der Sicherheitszone aufhalte. Diese Sicherheitszone erstrecke sich insbesondere auf die beim Gaza-Rückzug im August und September verlassenen früheren jüdischen Siedlungen, hieß es weiter.

Vize-Verteidigungsminister Seev Boim sprach sich im Armee-Rundfunk für eine solche Sicherheitszone aus, falls der Raketenbeschuss auf israelisches Territorium weitergehe. "Wir müssen den Einwohnern von Beit Hanun, Beit Lahija und Jabalija sagen: Ihr habt zwölf Stunden, um bestimmte Sektoren zu evakuieren, bevor sie von unserer Artillerie beschossen werden."

Der israelische Generalstab hatte bereits Ende September eine Sicherheitszone im Gazastreifen in Erwägung gezogen. Finanzminister Ehud Olmert drohte den Palästinensern am Donnerstag mit härteren Gegenmaßnahmen auf den Beschuss. (APA)