Web 2.0 steht für neue Technik, die durch Kombination von Vorhandenem entsteht.

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Mit Web 2.0 erobert eine neue Qualität von Angeboten das Internet. Webseiten funktionieren wie herkömmliche PC-Software, alte Dienste werden zu Neuem verknüpft und jeder trägt dazu bei, Inhalte, die er abruft, zu verbessern, so das Computermagazin c't.

Bessere Netzwelt

Web 2.0 steht für neue Technik, die durch Kombination von Vorhandenem entsteht. So braucht niemand neue Browser, jeder kann direkt in die bessere Netzwelt starten. Web 2.0 steht aber auch für eine neue Art zu kommunizieren: Nicht länger teilt sich der Einzelne der Masse mit, sondern alle können gleichberechtigt an einer Veröffentlichung arbeiten. Dieses Peer-to-Peer-Publishing funktioniert nur, weil die einströmenden Beiträge automatisch nach dem Interesse sortiert werden, das sie erregen: Wichtiges steigt nach oben, Irrelevantes versinkt in den Tiefen des Web.

Wikipedia

Wikipedia lebt vom Engagement und Wissen aller Individuen, die sich am Projekt einer kostenlosen Enzyklopädie im Web beteiligen. Da dies jedem offen steht, ist Qualität nicht immer garantiert. Doch zumindest in den häufig gelesenen Artikel zu interessanten Themen fallen Fehler schnell auf und werden behoben. "So ist das Web 2.0: Noch lange nicht perfekt, aber immer mehr Leute arbeiten daran", sagt c't-Redakteur Axel Kossel.

Mashups

Immer mehr Server stellen Daten und Dienste über Schnittstellen so zur Verfügung, dass andere Websites sie nutzen können. Dadurch entstehen völlig neue Anwendungen, so genannte Mashups, die beispielsweise die Satellitenbilder von Google Earth mit Staumeldungen oder Immobilienangeboten zu einem geografischen Informationssystem verknüpfen.

Technik

Hinter Web 2.0 steht auch die Technik Ajax, die Elemente von JavaScript, XML, CSS und DOM vereint. Das Ziel der Ajax-Anwendungen besteht darin, vom Seiten-Paradigma des alten Web loszukommen. Wenn der Anwender auf einer normalen Webseite eine Aktion durchführt, wird die gesamte Seite im Browser neu geladen. Das erzeugt jenes Gefühl des Blätterns, von dem sich der Name Browser ableitet. Web-2.0-Anwendungen verhalten sich hingegen fast wie ein herkömmliches PC-Programm, da nur die veränderten Teile einer Seite neu geladen werden. (red)