In den Medien werden Nachrichten über Katastrophen, Krieg und Kriminalität verbreitet. Wem das allmählich zu negativ wird, kann auf die Homepage von HappyNews gehen.

HappyNews ist eine Idee von Byron Reese, Chef des in Austin in Texas ansässigen Unternehmens PageWise, das diverse Beratungs- und Hilfe-Web-Sites betreibt. Er wollte mit HappyNews einen Raum schaffen, in dem es Ruhe gibt vor all den negativen Meldungen in den Zeitungen und Fernsehsendungen. Er startete die Web-Site im Juli.

Gegengewicht schaffen

"Die Frage ist doch, was ist eine Nachricht?" sagt Reese. "Nachrichten sollten ein Bild von der Welt vermitteln. Aber die Nachrichtenmedien geben, so wie sie sich entwickelt haben, ein verzerrtes Bild von der Welt wieder, weil sie die schlechten Nachrichten, Not und Elend übertreiben. Wir versuchen, ein Gegengewicht zu schaffen."

Bei den Nachrichten stützt sich HappyNews auch auf den Dienst der Associated Press, hinzu kommen aber auch die Berichte von 150 "Bürgerjournalisten", die sich zur Einhaltung journalistischer Standards verpflichtet haben. Die Redakteurin Patricia Meyer stellt mit ihren Mitarbeitern jeden Tag rund 40 Geschichten ins Netz. Abgelehnt werden fast alle politischen Themen. Die Berichterstattung über den Irak beschränkt sich fast nur auf Meldungen über Soldaten, die Erntedank feiern, oder die irakischen Kindern Teddybären schenken.

Die Werbung hat sich mit HappyNews noch nicht so recht anfreunden können. Bisher gibt es nur einen zahlenden Kunden. Reese ist aber zuversichtlich, dass in Zukunft auch Geld damit zu verdienen ist. Aktiv Werbung für die Web-Site wird noch nicht gemacht. Die Leser stoßen meist eher zufällig oder durch Mund-zu-Mund-Propaganda auf die Web-Site. Die Leser sind zu 60 Prozent Frauen. (APA/red)