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Kompromiss zwischen Staatspräsident Laurent Gbagbo und den Ex-Rebellen der "Neuen Kräfte" gefährdet.

Foto: AP/Zuydam
Abidjan - Im seit drei Jahren gespaltenen Staat Cote d'Ivoire (Elfenbeinküste) hat sich eine Regierung der nationalen Einheit formiert: Der bereits Anfang Dezember ernannte Ministerpräsident Charles Konan Banny stellte am Mittwoch sein Kabinett vor. Darin sind sowohl Anhänger von Präsident Laurent Gbagbo als auch Mitglieder der Opposition und der Rebellenbewegung vertreten. Gbagbo verlas am Abend ein Dekret, mit dem er die 32-köpfige Regierungsmannschaft offiziell anerkannte.

Das zweithöchste Regierungsamt erhielt Rebellenchef Guillaume Soro, der zum Minister für Wiederaufbau ernannt wurde. Seit einem Putschversuch gegen Gbagbo im September 2002 beherrschen seine Truppen den Norden der Elfenbeinküste, der Süden wird von der Regierung kontrolliert. Dazwischen liegt eine von französischen und UNO-Soldaten überwachte Pufferzone.

Die neue Übergangsregierung soll allgemeine Wahlen vorbereiten. Ursprünglich hätten diese bereits Ende Oktober stattfinden sollen, unter Verweis auf anhaltende Spannungen hatte Gbagbo den Termin jedoch mit Billigung der Vereinten Nationen abgesagt. Eine frühere Regierung der Nationalen Einheit war vor einem Jahr zerbrochen. (APA/AP)