Wien - Die an der Frankfurter Börse notierte österreichische Update Software AG wird ihr Grundkapital neuerlich erhöhen. Der Vorstand hat - vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats - beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 1,03 Mio. Euro durch die Ausgabe neuer auf Inhaber lautender Aktien zu erhöhen, teilte Update heute, Mittwoch, mit.

Der Vorstand greift damit auf eine bereits im Juni von der Hauptversammlung (HV) erteilte Ermächtigung zurück. Zweck dieser bedingten Kapitalerhöhung ist die Bedienung von Aktienoptionen unter einem ebenfalls knapp vor Weihnachten beschlossenen Aktienoptionsprogramm 2005.

Geplant ist, die bereits unter früheren Plänen begebenen Optionen in das neue Programm zu überführen und "dadurch insbesondere deren Bedienung aus dem neu geschaffenen bedingten Kapital zu ermöglichen", teilte die Gesellschaft mit.

Am Aktienoptionsprogramm beteiligt sind Vorstandsmitglieder und ausgewählte Arbeitnehmer. Die Einräumung von Optionen auf Aktien soll für sie "einen besonderen Leistungsanreiz und eine zusätzliche Bindung an das Unternehmen" schaffen, so die Absicht. Damit soll "auch das unternehmerische Denken der Optionsberechtigten im Interesse der Gesellschaft gefördert und zugleich auch die Attraktivität des Unternehmens für hoch qualifizierte Führungskräfte und Spezialisten gesteigert werden".

Aktuell sind 1,178.147 Stück Optionen ausgegeben, die noch unter früheren Optionsprogrammen der Gesellschaft gewährt wurden. Diese sollen nun in das neue Aktienoptionenprogramm überführt werden. Mitglieder des Vorstands halten derzeit 625.939 Optionen, die restlichen 516.292 Optionen halten Arbeitnehmer und leitende Angestellte.

Jede Option gewährt das Recht zum Bezug einer Aktie der Gesellschaft zum jeweiligen Ausübungspreis. In Einzelfällen kann auch das Recht des Optionsberechtigten auf eine entsprechende Barablöse vorgesehen werden. Der Ausübungspreis jeder Option richtet sich nach dem Durchschnitt der Kassakurse der update-Aktie während der 15 Börsentage vor der Gewährung der Option. Für Vorstandsmitglieder wurde der Durchschnitt während der vorhergehenden 20 Börsentage festgesetzt.

Wartefrist

Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Börsekurs der update Aktie zumindest 110 Prozent des Ausübungskurses der Option beträgt. Die Optionen können erst nach dem Verstreichen bestimmter Wartefristen ausgeübt werden, nämlich 25 Prozent der Optionen nach Verstreichen von zwei Jahren ab der Optionseinräumung und jeweils weitere 12,5 Prozent nach Ablauf einer vollen 6-Monatsfrist. Insgesamt beträgt die Wartefrist daher fünf Jahre. Für Mitglieder des Vorstands wurde eine Wartefrist von insgesamt drei Jahren und die Ausübbarkeit von jeweils einem Drittel der gewährten Optionen nach Ablauf eines vollen Jahres innerhalb dieser Wartefrist vorgesehen.

Bei einem Kontrollwechsel können Mitglieder des Vorstands ihre Optionen sofort und vollständig ausüben. Werden Optionen nicht binnen 10 Jahren ab ihrer Gewährung oder 6 Monate nach Beendigung des Arbeits- oder Vorstandsverhältnisses ausgeübt, verfallen sie.

Die Optionen können nur innerhalb bestimmter Fristen ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht veräußerbar, nicht verpfändbar, nicht übertragbar, nicht abtretbar und nicht vererblich. Für die erworbenen Aktien besteht keine Behaltefrist. (APA)