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Foto: Reuters/Wiegmann
Hamburg - Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hat sich für Gewinn- und Kapitalbeteiligungen für Arbeitnehmer ausgesprochen. Er halte "die Zeit für gekommen, die Ertragsbeteiligung der Arbeitnehmer oder ihre Beteiligung am Produktivvermögen wieder auf den Tisch zu bringen", sagte Köhler dem "Stern".

In der Globalisierung könnten solche Kapitalbeteiligungen in Arbeitnehmerhand dazu beitragen, einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich entgegenzuwirken. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssten heute begreifen, dass sie im Betrieb angesichts des weltweiten Wettbewerbs im selben Boot säßen.

Köhler forderte die Arbeitgeber zugleich auf, ihre Zusagen aus dem Ausbildungspakt einzuhalten und ausreichend Lehrstellen anzubieten. "Arbeitgeber handeln sehr kurzsichtig, wenn sie versuchen auszunutzen, was sie als momentane Schwäche der Arbeitnehmerseite wahrnehmen. Das Streichen von Ausbildungsplätzen zum Beispiel ist für mich der falsche Weg." (APA)