Wien - Der börsenotierte Feuerfest-Konzern RHI wird im Jahr 2005 inklusive einer soeben eingegangenen Zahlung von Honeywell knapp unterhalb des im Vorjahr erzielten Betriebsgewinns (EBIT) von 135,6 Mio. Euro bilanzieren. Auch der Konzerngewinn nach Steuern werde nicht ganz den Vorjahreswert erreichen, teilte das Unternehmen am Freitag ad hoc mit. RHI hat soeben 17 Mio. Euro vom US-Konzern Honeywell bekommen, das ist ein Drittel der Summe, die Honeywell im Zusammenhang mit umfangreichen Asbest-Klagen in den USA RHI schuldet.

Bisher hatte RHI von einer Gewinnsituation 2005 "zumindest in der Größenordnung des Vorjahres" gesprochen.

Die restlichen 40 Mio. Euro würden für 2006 erwartet, schreibt RHI in der Mitteilung. Die Zahlung von 20 Mio. US-Dollar (knapp 17 Mio. Euro) wird im Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 2005 berücksichtigt.

EBIT-Rückgang im Feuerfest-Bereich, Aufträge wieder besser

Das EBIT im Geschäftsbereich Feuerfest (RHI Refractories) werde 2005 durch die Steigerung der Energie- und Rohstoffkosten schwächer ausfallen als im Vorjahr. Das EBIT im Bereich Dämmen (Heraklith) werde den Vorjahreswert dagegen deutlich übertreffen. Die Bereiche Holding/Sonstiges würden etwa auf Vorjahresniveau liegen.

Der Auftragseingang bei Feuerfest hat sich laut RHI nach der vorübergehenden Abschwächung im dritten Quartal 2005 "jetzt wieder deutlich verbessert". RHI Refractories strebe "mit erfolgreicher Umsetzung von Preiserhöhungen zur Abdeckung der weiteren Kostensteigerungen besonders bei Rohstoffen und Energie für 2006 eine zweistellige EBIT Marge an". (APA)