Nairobi - Die kenianische Regierung hat den Kauf sämtlicher Mais-Vorräte des Landes angekündigt, um eine Hungersnot im Norden des Landes abzuwenden. Die Situation sei "sehr ernst", teilte das Büro von Präsident Mwai Kibaki am Freitag in Nairobi mit.

Etwa 2,5 Millionen Menschen bräuchten bis Ende des nächsten Monats Hilfe. Für sie sollten zusätzliche Gelder bereitgestellt werden. Der Kampf gegen Unterernährung und Hungertod habe für die Regierung oberste Priorität.

Im Norden Kenias hat eine Dürre zu massenhaftem Tiersterben geführt, weswegen viele Menschen nun hungern. Seit Anfang Dezember sind in der Region mindestens 40 Menschen an Hunger gestorben. Nach Einschätzung der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) droht mehr als elf Millionen Menschen in den Ländern am Horn von Afrika eine Hungersnot. (APA)