Zagreb - Kroatische Truppen haben während der Operation "Oluja" (Sturm) im August 1995 nach einem Zeitungsbericht jene Artillerie benutzt, die aufständische Serben in den UNPA-Zonen (von der UNO "beschützte" Gebiete) zurückgelassen haben. Das berichtete die kroatische Tageszeitung "Vecernji list" (Dienstag-Ausgabe). Das Blatt zitierte zwei Offiziere des HVO (Kroatischer Verteidigungsrat, Bezeichnung für kroatische Truppen in Bosnien-Herzegowina). "Drei Haubitzen von 130 mm, die jugoslawische Streitkräfte und Kräfte der Krajina-Serben verlassen hatten und die von UNO-Soldaten kontrolliert wurden, wurden uns aus der UNPA-Zone direkt vor der Operation Oluja geliefert", sagte ein namentlich nicht genannter HVO-Offizier gegenüber "Vecernji list". Mit diesen Haubitzen bombardierten kroatische Kräfte Positionen der serbischen Truppen. (APA)