Caracas - Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat seinem künftigen bolivianischen Kollegen Evo Morales monatliche Lieferungen von 150.000 Barrel Dieselkraftstoff zugesagt. Venezuela werde dafür kein Geld verlangen, sondern im Gegenzug landwirtschaftliche Erzeugnisse von Bolivien erhalten, erklärte Chavez am Dienstag. Ziel der Lieferungen im Wert von 180 Millionen Dollar (151,6 Millionen Euro) sei die Verstärkung der "Integration und Kooperation" zwischen beiden Staaten.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Morales in Caracas kündigte Chavez weiter an, dessen künftige Regierung mit 30 Millionen Dollar unterstützen zu wollen. Morales solle die Hilfen nach seiner Vereidigung am 22. Januar erhalten. Der designierte bolivianische Präsident erklärte, Chavez und er seien sich einig im "Kampf gegen Neoliberalismus und Imperialismus".

Morales reist in den kommenden Tagen weiter nach Spanien, Frankreich, Belgien, Südafrika, China und Brasilien. Nach Washington wurde er nach Angaben seines Sprechers nicht eingeladen. Die USA haben Besorgnis geäußert über eine mögliche starke Links-Allianz zwischen Morales, Chavez und dem kubanischen Staatschef Fidel Castro. (APA/AP)