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Zürich - Ein Forschungsteam der ETH und Universität Zürich hat einen Wirkstoff entdeckt, der möglicherweise gegen Alzheimer eingesetzt werden kann. Der neue Stoff wird aus Cyanobakterien gewonnen, wie sie unter anderem in Abwässerkanälen in den USA gedeihen.

Nostocarboline, so der Name des Wirkstoffs, setzte bei Laboruntersuchungen das Enzym Cholinesterase außer Gefecht, das für die Alzheimer-Krankheit mitverantwortlich ist. Wird dieses Enzym unschädlich gemacht, verzögert sich der Krankheitsverlauf.

... oder auch als Pflanzenschutzmittel

Die ETH hat Nostocarboline patentieren lassen, wie die Hochschulmagazine "ETHLife" und "unipublic" am Donnerstag schrieben. Bis allenfalls ein Medikament auf Basis des neuen Stoffs auf den Markt kommt wird, können aber noch Jahre verstreichen. Nostocarboline könnte aber auch als Herbizid Anwendung finden, da es das Algenwachstum bremst.

Die Entdeckung des Forscherteams unter der Leitung von Karl Gademann vom Laboratorium für Organische Chemie an der ETH und von Friedrich Jüttner vom Institut für Pflanzenbiologie der Universität Zürich ist Ende Dezember im "Journal of Natural Products" veröffentlich worden. (APA/sda