Lissabon - Zwei Rembrandt-Gemälde im Museum der portugiesischen Stadt Faro sind Fälschungen. Untersuchungen von Fachleuten hätten ergeben, dass die beiden Ölgemälde unmöglich während der Schaffensperiode des niederländischen Meisters im 17. Jahrhundert entstanden sein konnten, teilte die Leiterin des Städtischen Museums, Dalia Paulo, am Mittwoch mit. Die Farbpigmente beider Werke würden erst seit dem 19. Jahrhundert benutzt. Der portugiesische Diplomat Amadeu Ferreira de Almeida hatte dem Museum von Faro 1944 das angebliche Selbstporträt des alten Meisters sowie das Bildnis eines Freundes geschenkt. Sie zählten zwischen 1973 und 1998 zur ständigen Ausstellung. Nach ersten Zweifeln an ihrer Echtheit hatte das Museum im vergangenen Jahr dann eine Expertise in Auftrag gegeben. Beide Öl-Fälschungen sollen aber noch einmal zu sehen sein - im Juli während einer Ausstellung anlässlich des 400. Geburtstags von Rembrandt. (APA)