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Foto: AP /Charles Dharapak
Washington - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat dem Iran für den Fall einer Wiederaufnahme seines Atomforschungsprogramms mit der Anrufung des UNO-Sicherheitsrats gedroht. Angesichts der von Teheran für kommenden Montag angekündigten Wiederaufnahme der Forschungsarbeiten zur Kernbrennstoff-Technologie sagte Rice am Donnerstag in Washington: "Sie sollten es nicht tun, weil das ein Zeichen dafür wäre, dass sie nicht wirklich bereit sind, die Angelegenheit auf diplomatischem Weg zu klären."

Falls die Verhandlungen scheiterten, warte im UNO-Sicherheitsrat eine fertige Resolution auf die Abstimmung, fügte Rice hinzu.

Rice: "Diplomatie hoffentlich noch nicht am Ende"

Die USA haben dem Iran vorgeworfen, offenbar nicht ernsthaft an einer diplomatischen Lösung im Atomstreit interessiert zu sein. Darauf deute die Ankündigung des Irans, seine umstrittenen Nuklear-Forschungsarbeiten bald wieder aufzunehmen, sagte Außenministerin Condoleezza Rice am Donnerstag in Washington. Sie hoffe aber, dass die Diplomatie noch nicht am Ende sei.

Allerdings werde es immer klarer, dass der Iran einen Kompromiss ablehne, der seine Atompläne beschneide. Rice reagierte damit auf Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmoud Ahmadinejad. Dieser hatte erklärt, der Iran wolle seine derzeit unterbrochenen Forschungvorhaben zu atomaren Brennstoffen in Kürze fortsetzen.

In den USA und Europa war die iranische Ankündigung auf Kritik gestoßen. Diplomaten westlicher Staaten erwarteten, dass nun die Rufe nach einer Einschaltung des UN-Sicherheitsrates wieder lauter werden. Das Entscheidungsgremium der Vereinten Nationen (UN) könnte letztlich Sanktionen gegen den Iran verhängen. US-Regierungskreisen zufolge könnten die USA und die EU noch für Februar eine Sondersitzung der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA einberufen.

Die nächste Sitzung der UN-Behörde ist eigentlich für Anfang März geplant. Die USA und die Europäische Union (EU) befürchten, dass der Iran mit seinem Atomprogramm Waffen herstellen will. Die Islamische Republik bestreitet das. (APA/Reuters)