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New York - Lachs gilt als schmackhaft und gesund. Eine amerikanische Studie zu Nutzen und Risiken des Verzehrs dürfte Konsumenten jedoch den Appetit zumindest auf gezüchteten Lachs verderben. Demnach enthält Zuchtlachs zwar mehr Omega-3-Fettsäuren als sein frei lebender Artgenosse, ist dafür aber bis zu zehn Mal stärker mit Chemikalien wie Pestiziden, Dioxinen oder PCBs belastet.

Dies gilt demnach besonders für in Europa gezüchtete Fische. Von diesen wiederum seien die schottischen Lachse am stärksten kontaminiert.

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Ob Verbraucher nun eher Wildlachs als Zuchtlachs verzehren sollen, hängt der Studie zufolge von verschiedenen Faktoren ab. Für einen Infarktpatienten mittleren Alters, der einem weiteren Herzanfall vorbeugen wolle, sei der Nutzen durch die Omega-3-Fettsäuren wichtiger als die Risiken durch Giftstoffe, schreiben die Forscher der Cornell Universität im "Journal of Nutrition". Junge Menschen oder schwangere Frauen sollten dagegen Zuchtlachs wegen der darin enthaltenen Giftstoffe eher meiden.

Allerdings gibt es bei Zuchtlachs regionale Unterschiede. Am besten schneiden demnach Fische aus Chile ab, gefolgt von nordamerikanischem Pazifiklachs und schließlich ostkanadischem und europäischem Lachs. Letzteren sollte man pro Jahr lediglich drei Mal essen, nordamerikanischen Pazifiklachs drei bis sechs Mal und chilenischen Lachs sechs Mal, so die Empfehlung der Wissenschafter. Wilder Lachs dürfe dagegen - je nach Art - zwischen ein Mal pro Woche und ein Mal pro Monat auf dem Speisezettel stehen. (APA/AP)