Paris - Der französische Präsident Jacques Chirac hat am Samstag den gewählten bolivianischen Staatschef Evo Morales gemahnt, bei allen Reformen die ausländischen Investitionen zu schützen. Die Rechtssicherheit müsse bestehen bleiben, sagte Chirac dem ersten indianischen Präsidenten Boliviens bei einem Meinungsaustausch in Paris. Morales drückte den Wunsch aus, dass der französische Energiekonzern Total in Bolivien tätig bleibe. Nach seinem Triumph im ersten Wahlgang hatte Morales einen Bruch mit der "neoliberalen" Wirtschaftspolitik angekündigt und "Gerechtigkeit" im Welthandel eingefordert. Alle Verträge mit der internationalen Öl- und Gasindustrie sollen überarbeitet werden. Bolivien verfügt über die zweitgrößten Erdgasreserven Südamerikas. Evo Morales wird am 22. Jänner die Amtsgeschäfte übernehmen. Er war bereits in Kuba, Venezuela, Spanien und den Niederlanden und will weiter nach China, Südafrika und Brasilien reisen. (APA/dpa)