Wien - Als stärkster Markt in der Region Asien verzeichnete Korea 2005 ein Wachstum von 74 Prozent (MSCI Korea in Euro). Die wirtschaftlichen Bedingungen haben sich sowohl beim Export als auch bei der Binnennachfrage stetig verbessert.

Auch der Aktienmarkt gewann für lokale Anleger aufgrund der historisch tiefen Zinsen an Attraktivität. Dennoch ist der Anteil ausländischer Eigentümer koreanischer Aktien mit 39 Prozent hoch und könnte weiter steigen, denn die Aussichten für heuer seien laut Henry Chan, Fondsmanager des Baring Korea Trust, weiterhin gut.

Obwohl man nicht abschätzen könne, wie gut koreanische Aktien gegenüber anderen Märkten der Region (China, Japan, Taiwan usw.) abschneiden werden, rechnet Chan mit zusätzlichem Aufwärtspotenzial. Vor allem die lokale Nachfrage nach Aktien werde den Markt ankurbeln. Da die Babyboom-Generation mittlerweile über 30 oder 40 Jahre alt ist, dürfte auch die Nachfrage nach Finanzanlagen weiter steigen. Insbesondere in den Sektoren Technologie und Schwerindustrie könnten die Erträge 2006 besser ausfallen als erwartet.

Auch die Bewertungen seien in Korea zuletzt deutlich besser geworden. Anhaltende Verbesserungen bei Rentabilität und anderen Faktoren können laut Chan zu weiteren Erhöhungen der Bewertungen führen. Als Risiko für Korea gelte jedoch eine Konjunkturabkühlung in den USA oder China. (bpf, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 09.01.2006)