Wien - Der anstehende 9. Spieltag in der Volleyball-Champions-League der Herren hat stark vorentscheidenden Charakter. Österreichs Meister Hypo Tirol steht am Dienstag ab 20:00 Uhr bei Ortec Rotterdam unter Siegzwang, wollen sie in Gruppe A noch ihre kleine Chance auf den dritten Platz und damit den Aufstieg wahren. Gleiches gilt für die Aon hotVolleys in Gruppe C, die Wiener haben am Mittwoch (20:15/live TW1) gegen Düren aber weitaus bessere Karten.

Nach den überraschenden Erfolgen daheim gegen Sisley Treviso in der vergangenen Woche bei AS Cannes ist die Truppe von Manager Peter Kleinmann gegen die Deutschen daheim zu favorisieren. "Es ist eine Art Finale. Wenn wir gewinnen, haben wir Düren hinter uns gelassen und punktemäßig zu Maaseik aufgeschlossen", umriss Kleinmann die Ausgangsposition. Maaseik ist in diesmal spielfrei und in der nächsten Woche auswärts letzter hotVolleys-Gegner.

Kleinmann ist aber weit davon entfernt, die Deutschen zu unterschätzen, auch wenn sie am vergangenen Wochenende im deutschen Cup daheim überraschend ausgeschieden sind und auch in der Champions League schon lange nicht gewonnen haben. Seine erste Teilnahme in der "Königsliga" hatte der DVV-Klub im Oktober mit Matchbällen bei Treviso sowie 3:1-Erfolgen daheim gegen die hotVolleys und in Maaseik bombastisch begonnen.

Aber die hotVolleys sind mittlerweile gefestigter als ihr Gegner, auch Tirol hat zuletzt nicht schlecht gespielt. Doch gegen Gruppen-Favorit Saloniki blieben sie in der vergangenen Woche daheim unbelohnt, verspielten eine 2:0-Satzführung. Allerdings haben die Innsbrucker ihren bisher einzigen Sieg daheim gegen Rotterdam mit 3:2 gefeiert, die Niederländer freilich feierten zuletzt etwas überraschend in Roeselare ihren bereits dritten Sieg.

Tirol-Sportdirektor Stefan Chrtiansky sieht noch eine realistische Chance auf das Achtelfinale: "Wir müssen aber beide ausstehenden Matches gewinnen. Wir fahren nach dem Match gegen Saloniki sicher mit genug Selbstvertrauen nach Rotterdam. Wir haben das Potenzial, diese Mannschaft auch auswärts zu besiegen."

Head-Coach Pietro Scarduzio zeigte sich vor der Abreise am Montag überzeugt, dass sich die Mannschaft zuletzt gut entwickelt hat. "Das, was dem jungen Team noch gefehlt hat in den letzten Partien, ist Killer-Instinkt, um die 'big points' zu machen. Das war beim knappen 2:3 auswärts gegen Roeselare schon so und auch beim 2:3 gegen Saloniki. In beiden Partien haben wir ja bereits geführt."(APA)