Wien – Schaumsuppe vom Wiesenkerbel, Steinbuttfilet mit Tomatenrisotto, zum Dessert Crème Caramel und dazu natürlich österreichische Weine haben die Protokollbeamten zum Auftakt der österreichischen EU-Präsidentschaft am Montag beim Treffen der EU-Kommission in der Wiener Hofburg kredenzen lassen.

Die Order für die nächsten sechs Monate laute, "kulinarischer Botschafter Österreichs" zu sein, sagte Andreas Zenker, Sprecher der Verkehrsbüro-Kulinarik, die für das Catering in der Hofburg zuständig ist, zum Standard. Rund 200 Köche und Kellner werden etwa 60.000 Gäste, die mit dem EU-Tross für diverse Arbeitstreffen nach Wien kommen werden, lukullisch versorgen.

Schwerpunkt werden – von vielen EU-Vertretern nach der englischen Präsidentschaft freudig erwartet – österreichische Spezialitäten sein. "Von Tafelspitz über Wiener Schnitzel bis Kaiserschmarren ist alles dabei. Knödel und Paniertes, das gehört dazu. Aber auch um Nudeln oder Lachs und Garnelen kommt man heute kaum herum", sagt Zenker. Die Devise laute: heimische Produkte – großteils bio, aber auch "Fair Trade" – kommen auf den Tisch. (nim/DER STANDARD, Printausgabe, 10.1.2006)