Angesichts der neuen Fälle von Vogelgrippe in der Türkei hat die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) am Dienstag die Nachbarländer zu höherer Wachsamkeit aufgerufen. Die Entwicklung der Vogelgrippe in der Türkei gebe Anlass zur Sorge, erklärte die OIE in Paris.

"Die sehr schlechten Wetterbedingungen in der Osttürkei machen technische Eingriffe sehr schwierig und begünstigen das lange Überleben des Tiervirus in der Umwelt", hieß es von Seiten der Organisation. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass das Virus bei Temperaturen unter vier Grad Celsius bis zu 35 Tage in Vogelkot überlebt.

Acht türkischen Provinzen betroffen

Die OIE rief die internationale Gemeinschaft auf, der Türkei im Kampf gegen das Virus zu helfen. Sie riet, "alle klassischen Kontrollmethoden zu nutzen, um die Ausbrüche der Tierseuche zu stoppen, und den Einsatz von Impfungen als zusätzliches Mittel in Erwägung zu ziehen, wenn dies angemessen erscheint." Das Virus müsse mit der höchstmöglichen Zahl von Proben analysiert werden und die Daten müssten mit denen der WHO verglichen werden. Laut OIE waren am 8. Jänner 13 Vogelgrippe-Herde in acht türkischen Provinzen offiziell erfasst. (APA/dpa)