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Planungen für das digitale Behördenfunknetz gibt es bereits seit längerem. Nach Streitigkeiten mit dem ersten Betreiberkonsortium master-talk, das im Juli 2002 den Zuschlag erhalten hatte, wurde das Prestigeprojekt aber neu ausgeschrieben.

Foto: APA/Jäger
Wien - Rechtzeitig zur EU-Ratspräsidentschaft Österreichs ist in Wien das abhörsichere, digitale Blautlichtfunknetz in Betrieb gegangen. Früher als ursprünglich geplant konnten am Dienstag Innenministerin Liese Prokop (V) und Wiens Bürgermeister Michael Häupl (S) das Ergebnis präsentieren. Es sei "wirklich ein Weltrekord, was hier geleistet wurde", lobte Prokop die Geschwindigkeit des Ausbaus.

Das neue Netz soll bis 2009 den Funk der Blaulichtorganisationen bundesweit vereinheitlichen und die Kommunikation im Einsatzfall vereinfachen. In Tirol ist das System als erstem Bundesland bereits seit 2005 in Betrieb. Nach Wien sollen Niederösterreich und die Steiermark bis 2007 folgen. "Ich hoffe, dass wir es nicht brauchen", betonte Prokop. Im Ernstfall wäre es aber vorhanden. Diesen "Meilenstein für die Sicherheit in Österreich" lässt sich das Bundesministerium insgesamt 133 Mio. Euro kosten.

Ausrüstung in Wien

Das Land Wien war dafür verantwortlich, die Funkstandorte in der Bundeshauptstadt zur Verfügung zu stellen - 23 oberirdische und 45 unterirdisch, vorwiegend in den U-Bahn-Stationen. Wien sei nun die erste Millionenstadt der Welt, in der die Blaulicht-Netze ober- und unterirdisch miteinander verbunden sind, betonte Häupl. Auch wurde ein Korridor nach Niederösterreich zum Flughafen Schwechat angelegt.

Planungen für das digitale Behördenfunknetz gibt es bereits seit längerem. Nach Streitigkeiten mit dem ersten Betreiberkonsortium master-talk, das im Juli 2002 den Zuschlag erhalten hatte, wurde das Prestigeprojekt aber neu ausgeschrieben. Seit September 2004 zeichnet nun die "Tetron Sicherheitsnetz Errichtungs- und Betriebsgesellschaft" für die Umsetzung verantwortlich. (APA)