Die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfbö) lehnt den seit Jahresbeginn gültigen Dienstleistungsscheck ab. Er belaste nur noch mehr die DienstnehmerInnen, überwiegend Frauen in schwierigen Situationen, die rasch Geld zur Lebenssicherung brauchen. Damit entstünden lediglich prekäre Arbeitsplätze, auf denen sie rechtlich benachteiligt sind. Außerdem sei der Dienstleistungscheck ein untaugliches Mittel zur Bekämpfung der Schwarzarbeit, da der Großteil der Arbeitskräfte in diesem Bereich ohne Arbeitsgenehmigung tätig ist. Nach Ansicht der kfbö diene er in erster Linie nur der Gewissensberuhigung der DienstgeberInnen. Die Katholische Frauenbewegung empfindet es deshalb als zynisch, wenn die Regierung den Dienstleistungsscheck auch als Mittel zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf propagiert. "Dies kann wohl nur für jene DienstgeberInnen gelten, die sich Hauspersonal finanziell leisten können. Die DienstnehmerInnen müssen hingegen von Minijob zu Minijob hetzen, um überhaupt ein existenzsicherndes Einkommen und eine eigenständige persönliche Alterssicherung erlangen zu können", heißt es in einer Aussendung der kfbö. (red)