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Foto: dpa/Stephanie Pilick
Wettbewerb braucht Regeln: Was für den Sport gilt, ist auch im UnternehmerInnen-Dasein so. GeschäftsführerInnen, die sich durch die Konkurrenz in unfairem Maße beeinträchtigt fühlen, können sich dagegen wehren. Allen UnternehmerInnen soll unabhängig von ihrer Größe grundsätzliche Chancengleichheit zugesichert werden. Ebenso schützt das Recht gegen Unlauteren Wettbewerb UnternehmerInnen vor Klagen durch andere Unternehmen.

Grundsätzlich gilt, dass sich kein Unternehmer einen ungerechtfertigten Vorteil gegenüber den Mitbewerbern verschaffen darf. Um die Freiheit der Unternehmen in der Auswahl ihrer Werbemaßnahmen jedoch nicht einzuschränken, wurden gewissen Spielräume vorgesehen.

Vergleiche sind möglich

So ist Werbung, die die eigenen Produkte mit jenen der Konkurrenz vergleicht, nicht mehr - wie früher - generell verboten. UnternehmerInnen dürfen sehr wohl heraus streichen, dass die eigenen Leistungen oder Produkte sich in ihrer Qualität von einem/r oder mehreren KonkurrentInnen abheben - dafür muss es aber objektive Kriterien geben. Dazu zählen etwa der Preis oder ein bestimmter Bestandteil des Produkts, der sich durch besondere Qualitätsmerkmale auszeichnet.

UnternehmerInnen dürfen zudem keine Leistungen ankündigen, die großzügiger ausgelegt werden könnten, als es das Unternehmen dann auch einhalten kann. Im Zweifelsfall ist immer von der großzügigsten Interpretation auszugehen - mit dieser muss der/die KundIn rechnen dürfen.

UnternehmerInnen, die sich durch eventuell unlautere Geschäftspraktiken ihrer Konkurrenz geschädigt sehen, können sich an die jeweilige Fachgruppe der Wirtschaftskammer wenden, die den Fall zur Prüfung an speziell geschulte JuristInnen übergibt. (mas)