Dresden - Die rechtsextreme NPD im deutschen Bundesland Sachsen lehnt ein Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus weiter ab. Die NPD-Fraktion erteilte am Dienstag einer Reise mit Vertretern des Landtages ins ehemalige Nazi-Vernichtungslager Auschwitz eine Absage. Sie beteilige sich nicht an "einseitigen Sühnebekenntnissen", erklärte der NPD-Fraktionsvorsitzende Holger Apfel am Dienstag in Dresden. Die NPD halte es für geboten, im gleichen Atemzug auch an die deutschen Opfer von Flucht und Vertreibung zu erinnern.

Bereits vor einem Jahr hatte die NPD im Landtag das Gedenken an die Opfer der Nazi-Herrschaft verweigert und damit für einen Eklat gesorgt.

Die Reise nach Auschwitz hatte Landtagspräsident Erich Iltgen am Montag beim Neujahrsempfang des Parlaments vorgeschlagen. Er hoffe, dass sich daran Abgeordnete aller Fraktionen beteiligen, sagte er. Gleiches gelte für die Veranstaltung des Landtags am 27. Jänner, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch sowjetische Truppen im Jahr 1945. Seit 1996 wird dieser Tag in Deutschland als Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus begangen. (APA/dpa)