Klagenfurt - Nach Wien will nun auch Klagenfurt die Höchstgeschwindigkeit für die Autofahrer im Stadtgebiet drosseln. Schon bald könnte in der Innenstadt generell Tempo 30 gelten. Vorausgesetzt, Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) unterschreibt die ihm vorgelegte Feinstaub-Verordnung. Das könnte innerhalb einer Woche geschehen, hofft die Klagenfurter Umweltstadträtin Marie-Luise Mathiaschitz-Tschabuschnig (SP). Danach hat die Stadt vier Wochen Zeit, um die Maßnahmen umzusetzen. Mathiaschitz-Tschabuschnig: "Diese Verordnung ist ein erster Schritt. Es muss uns klar sein, das viele Puzzleteile bewegt werden müssen, damit unser Ziel, die Grenzwerte einzuhalten, erreicht werden kann."

Ab Februar

Die hohen Schneemengen haben das Feinstaubproblem derzeit etwas entschärft. Knapp vor Weihnachten waren nach einer längeren Trockenperiode die Grenzwerte auf 126 Mikrogramm pro Kubikmeter angestiegen. Der Grenzwert liegt bei 50. Sollte der Grenzwert an fünf aufeinander folgenden Tagen überschritten werden, sind auch Straßensperren geplant. Tempo 30 soll ab Februar gelten.

Geplant sind Tempolimits auch auf der Autobahn-Nordumfahrung, die Burggasse an der Nordseite des Neuen Platzes soll außerdem nur noch für Busse, Taxis und Anrainer befahrbar sein. Auffangparkplätze am Stadtrand und Shuttlebusse sollen Alternativen zum Individualverkehr bieten. (stein, DER STANDARD Printausgabe, 11.01.2006)