Künstliches Koma soll beendet werden

Jerusalem - Der Zustand des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon hat sich am Mittwoch nach Angaben des amtierenden Regierungschefs Ehud Olmert weiter verbessert. Entsprechend äußerte sich Olmert nach Angaben seines Büros in einem Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Die Ärzte wollten noch am Mittwoch die restlichen Narkosemittel absetzen.

Außer Lebensgefahr

Mit der Reduzierung der Mittel war am Montag begonnen worden, um ihn aus dem künstlichen Koma zu holen. Unmittelbare Lebensgefahr bestand für den 77-Jährigen nicht mehr, wie die Ärzte des Jerusalemer Hadassah-Krankenhauses erklärten. Es werde aber noch Tage dauern, bis das Ausmaß möglicher Schäden nach seinem schweren Schlaganfall bestimmt werden könne. "Wir sind froh, dass es kleine Entwicklungsphasen im Zustand des Ministerpräsidenten gibt", erklärte der Arzt Jair Birenboim.

Reaktion auf Schmerz-Reize

Sharon reagierte zuletzt erneut auf Schmerz-Reize. Er habe nach einem Druck auf seine rechte Hand mit einer deutlich wahrnehmbaren Bewegung geantwortet, zitierte die Zeitung "Yediot Ahronot" am Mittwoch einen Mediziner der Jerusalemer Hadassah-Klinik. Der 77-Jährige habe versucht, seine Hand wegzuziehen, sagte Chefchirurg Felix Umansky. Außerdem bewegte er erstmals seine linke Hand. Die linke Körperseite wird von der rechten Gehirnhälfte gesteuert, in der der Schlaganfall auftrat.

Bereits am Dienstag bewegte Sharon den Ärzten zufolge seinen linken Arm, am Vortag hatten sein rechter Arm und sein rechtes Bein auf Schmerz-Reize reagiert. (APA/AP)