In wachsendem Ausmaß setzt Apple auf bezahlte Onlinedienste: Einerseits bei seinem Musik- und neuen Videoangebot, andererseits im Zusammenspiel der iLife-Software mit dem Apple-Dienst .Mac, um Bilder, Websites, Blogs oder Podcasts leicht produzieren und veröffentlichen zu können.

Apples iTunes Music Store

hat den Countdown auf die erste Milliarde verkaufter Musiktitel eröffnet – 850 Millionen Songs wurden bisher verkauft, drei Millionen sind es am Tag, womit rechnerisch in weniger als zwei Monaten die Milliarden-Grenze durchbrochen werden sollte. Damit halte Apple bei Onlinemusik (in den USA) einen Marktanteil von 83 Prozent, sagte Jobs.

1,99 Dollar

Das erst im November eröffnete Videoangebot, bei dem TV-Serien gekauft werden können (meist 1,99 Dollar für Episoden von "Desparate Housewives" oder "Monk") verzeichnet Anfangserfolge: In 90 Tagen wurden bisher acht Millionen Videos verkauft. Das Angebot wird laufend erweitert, zuletzt mit einer ABC/ESPN-Sportsendung und jetzt mit alten Folgen der in den USA überaus populären "Saturday Night Live"-Show. In Österreich gibt es derzeit noch keine Videoangebote, die US- Titel können aus urheberrechtlichen Gründen bei uns nicht bezogen werden.

iLife um Webanwendungen bereichert

Für die selbst gestrickte Onlineproduktion am Mac wurde Apples Multimedia-Suite iLife um Webanwendungen bereichert. Diese ermöglichen unter anderem, Podcasts und Video-Podcasts selbst zu produzieren, quasi Radio- und TV- Beiträge in Eigenregie. Mit Hilfe des .Mac-Dienstes können sie auf Mausklick veröffentlicht werden.

Zu den Foto-, Musik- und Videoprogrammen Apples gesellt sich iWeb, eine Webapplikation, um eigene Websites oder Blogs erstellen zu können. "Üblicherweise hat man die Wahl zwischen einfach, aber hässlich, oder schönen Webseiten, die aufwändig sind. Wir haben sie schön und einfach zu produzierne gemacht", preist Jobs die Qualitäten von iWeb.

Easy

Tatsächlich kann man mit Hilfe von Gestaltungsvorlagen aus den Medien am Mac – Fotos und Videos – leicht auswählen und damit ansprechende Seiten machen, Reisetagebücher ebenso leicht wie persönliche Webseiten und Fotoalben für Freunde. Publiziert werden diese Seiten gleichfalls auf Mausklick über den Apple-Onlinedienst. (Helmut Spudich aus San Francisco)