Wien - Kaum ist der Schnee aus weiten Teilen Wiens fürs Erste verschwunden, muss der zuvor ausgebrachte Streusplitt wieder eingekehrt werden. Die zuständige Magistratsabteilung 48 habe zu diesem Zweck am Mittwoch 450 Mitarbeiter im Einsatz, so Umweltstadträtin Ulli Sima (S) in einer Pressemitteilung. Zugleich ermahnte sie die Bürger: "Auch die Hauseigentümer müssen den Splitt von den Gehsteigen entfernen."

Laut Winterdienstverordnung ist das Einkehren von Streumitteln vorgeschrieben, sobald diese für die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht mehr nötig sind. So soll die Feinstaubbelastung verringert werden. Dabei dürfe der auf Gehsteigen liegende Splitt nicht auf die Straße oder eine angrenzende Grundfläche gekehrt werden. In diesem Falle drohten Geldbußen bis zu 700 Euro, warnte Sima. Der Splitt solle hingegen auf einem der Wiener 19 Mistplätze entsorgt werden.

Die MA 48 selbst kehrt Split zur Staubvermeidung feucht ein, also mit Wasser oder Sole (Salzlösung). Der Einsatz von Wasser ohne Salz sei wegen der eisigen Temperaturen derzeit aber ausgeschlossen, wolle man aus Wien keinen Eislaufplatz machen, so Sima. Aber auch die neuen Sole-Kehrmaschinen, die eigentlich für ein Einkehren bei Minusgraden konstruiert sind, stießen bein den derzeitigen Temperaturen an ihre Grenzen. Sie könnten derzeit nur in den "wärmeren" Vormittags- und Mittagsstunden eingesetzt werden. (APA)