Um Ethernet-Technologien weiter zu verbreiten und zu fördern, haben sich führende Unternehmen der Branche zu einem Konsortium namens "Ethernet Alliance" zusammengeschlossen. Hauptanliegen der Allianz ist es, Fortschritte im Bereich Ethernet-Technologien voranzutreiben, berichtet Cnet. So soll die Zeit von der Entwicklung bis zum Markteintritt verkürzt und die Akzeptanz der Technologien gefördert werden.

10Gbit/s via Kupferkabel

Im Fokus steht 2006 etwa ein neuer Standard für 10Gbit/s via Kupferkabel oder eine neue Generation von Highspeed-Ethernet. Darüber hinaus sollen auch neue Felder wie der Einsatz von Ethernet in Heim-Anwendungen wie Set-Top-Boxen und DVD-Spielern bearbeitet werden.

Zu den Gründungsmitgliedern der Ethernet-Allianz zählen Branchengrößen wie 3Com, Agere Systems, Broadcom, Samsung oder Sun sowie das InterOperability Laboratory der Universität von New Hampshire, das Ethernet-Produkte zertifiziert. Eine enge Zusammenarbeit strebt die Allianz darüber hinaus mit dem Standardardisierungsgremium IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers) an.

25 Jahre

"Obwohl Ethernet schon seit mehr als 25 Jahren existiert, hat es noch keine Lobby, die das Spektrum der IEEE 802 Ethernet Standards entwickelt und als IEEE 802 Ethernet Industrie als Ganzes fungiert", begründete Brad Booth, Präsident der Allianz den Zusammenschluss. Mit der starken Unterstützung durch die Gründungsmitglieder wolle man Wachstum und Expansion der 802-Technologien aggressiv vorantreiben, so Booth.

"Seit der Patentierung im Jahr 1977 hat die Ethernet-Technologie eine nahezu unvergleichliche Erfolgsgeschichte hinter sich", erklärte Thomas Boele, Marketing Manager Central Europe bei 3Com, gegenüber pressetext. "Ethernet und die Folge-Standards haben sich auch im deutschsprachigen Raum als LAN-Technologie durchgesetzt und Technologien wie FDDI/CDDI, Token Ring und ATM (mit LAN-Emulation) zurückgedrängt", so Boele.(pte)