Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: Archiv
Was haben "E.T. - der Extraterrestrische" - ein Film von Steven Spielberg - und Apples iTunes gemeinsam? Die Antwort: Sie wollen beide immer Nachhause Telefonieren. Der Unterschied steckt im Detail - bei iTunes werden UserInnen-Daten ohne Erlaubnis der AnwenderInnen an Apple gesendet.

Keine Erlaubnis

Das aktuelle iTunes 6.0.2, bei dem der Datentransfer stattfindet, beinhaltet in der Software-Lizenz, die die AnwenderInnen bei der Installation akzeptieren müssen, keinerlei HInweis oder Erklärung für dieses Verhalten. Es wird lediglich von einer Übertragung von Daten an CDDB-Server zur Abfrage von Albeninformationen gesprochen.

MiniStore

Verantwortlich für diese Spionage, ist das Direct-Marketing-Element "MiniStore", welches unterhalb der Medienbibliothek angezeigt wird. In diesem Anzeigefeld blendet Apple den AnwenderInnen jene Alben aus seinem Online-Store ein, die der aktuell gehörten Musik ähnlich sind. Laut dem Artikel "MiniStore in iTunes 6.0.2 comes with privacy concerns" von Eric Bangeman auf Ars Technica sendet die Software nur den Interpreten aus dem ID3-Tag der gehörten Stücke an einen Server. Der Server sucht dann aufgrund dieser Angaben weitere Alben der Interpreten oder ähnliche heraus.

Abschalten

Um dem Spuk ein Ende zu bereiten, reicht es laut letzten Informationen aus, wenn AnwenderInnen den Ministore über den linken kleinen Knopf der Equalizer-Einstellungen abschalten. Apple hat dazu auch ein eigenes Dokument mit dem Titel "How to show or hide the MiniStore in iTunes" bereit gestellt. (red)