Wien - Der börsenotierte niederösterreichische Versorger EVN verkleinert den Aufsichtsrat, gleichzeitig zieht mit Amir Ghoreishi ein Vertreter des deutschen Energiekonzerns EnBW in das Kontrollgremium ein. Die EnBW hält nach offiziellen Angaben einen Anteil von knapp 30 Prozent an der EVN. In der heutigen Hauptversammlung sei die Reduktion der Anzahl der Kapitalvertreter von 15 auf 13 Mitglieder beschlossen worden, teilte die EVN heute, Donnerstag, mit.

Insgesamt reduziere sich der Aufsichtsrat inklusive der Arbeitnehmervertreter von 23 auf 20 Mitglieder.

Neu im Aufsichtsrat sind neben EnBW-Vertreter Ghoreishi, Generalbevollmächtigter der EnBW für Konzernstrategie und M&A, ferner Dieter Lutz, Reinhard Meissl, Bernhard Müller und Martin Schuster.

Zur Bestellung Ghoreishis, der früher auch in Österreich tätig war, heißt es in der heutigen Pressemitteilung der EVN, es sei zweckmäßig erschienen, einen Vertreter des zweitgrößten Aktionärs, der EnBW, in den Aufsichtsrat zu berufen, nachdem nach den Grundsätzen eines ordnungsgemäßen Corporate Governance bei einem Streubesitz von mehr als 25 Prozent jedenfalls ein Mitglied dem Aufsichtsrat angehören solle, das den Streubesitz repräsentiert.

Abgesegnet wurde von der Hauptversammlung der zu 51 Prozent im Besitz des Landes Niederösterreich stehenden EVN auch die Anhebung der Dividende von 0,95 auf 1,15 Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004/05. (APA)