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Tata Motors gehört zum Tata-Industriekonzern und ist in Indien der lokale Champion.

Foto: Reuters/madhur
Rom - Der italienische Autokonzern Fiat schließt am morgigen Freitag eine industrielle Partnerschaft mit der indischen Autogruppe Tata ab. Das Abkommen wird am Freitag in Neu Delhi von Fiat-Chef Sergio Marchionne und vom Präsidenten von Tata Motors, Ratan Tata, unterzeichnet. Ziel des Abkommens ist es, ein neues Modell für den Weltmarkt zu entwickeln.

Hinzu will sich Fiat durch die Partnerschaft den Durchbruch in Indien verschaffen. Dank Tatas Vertriebsnetz sollen in Indien die Fiat-Modelle Palio und Siena verkauft werden, berichteten italienische Medien. Indien gilt für Automobilhersteller als attraktiver Markt. Für dieses Jahr rechnen Branchenexperten mit 1,15 Millionen PKW-Neuzulassungen. Bisher besitzen nur sieben von 1.000 Indern ein Auto.

Indischer Champion

Tata Motors gehört zum Tata-Industriekonzern und ist in Indien der lokale Champion. Bei den PKWs liegt das Unternehmen auf dem Heimatmarkt mit einem Anteil von elf Prozent hinter Suzuki und Hyundai auf Platz drei, bei den Nutzfahrzeugen weltweit auf Platz sieben. Tata Motors sieht vor allem im unteren Segment Wachstumschancen. So will das Unternehmen in den kommenden drei Jahren ein Billig-Auto entwickeln, das weniger als 2.000 Euro kosten soll.

Am 3. Jänner hatte Fiat eine industrielle Partnerschaft mit der russischen Firma Severstal Auto abgeschlossen. Das Abkommen sieht die Montage in russischen Werken der Modelle Fiat Palio und Fiat Albea vor. Dabei sollen Komponenten verwendet werden, die in der Türkei von Tofas hergestellt wird, einem Joint Venture von Fiat Auto und der türkischen Gruppe Koc, teilte Fiat mit. (APA)