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Die Kärntner LHstv Gabi Schaunig-Kandut im Rahmen der SPÖ-Neujahrskonferenz am Donnerstag, 12. Jänner 2006 in Wien.
Foto: APA/Artinger
Wien - Die Leiterin des SPÖ-Kompetenzteams Soziales, Gabi Schaunig, hat beim SPÖ-Neujahrstreffen einen "Quantensprung" im Bereich Vereinbarkeit von Familie und Beruf gefordert. "Wir brauchen einen Paradigmen- und Rhetorikwechsel", verlangte sie in ihrem Statement Donnerstagnachmittag. Die Bundesregierung habe ihre Chance gehabt, dies zu verbessern, aber es sei schlechter geworden. "Aber wir stehen kurz davor, dass es wieder besser wird", versprach die Kärntner Landesparteiobfrau eine bessere Zukunft unter einer SPÖ-Regierungsbeteiligung.

Frauen Wahlfreiheit ermöglichen

Schaunig meinte bei der Diskussion am Nachmittag, die schon recht spärlich besetzt war, man müsse den Frauen Wahlfreiheit ermöglichen, und zwar ob sie Familie oder Beruf wollen oder beides. Sie sei verwundert darüber, wie offen die Regierung eigentlich ein traditionelles Familienbild vertrete - das habe sich gerade in der letzten Steuerreform gezeigt, wo vor allem die traditionelle Modellfamilie mit dem Vater als Alleinverdiener und der Mutter als höchstens Dazuverdienende am meisten profitiere.

Familiensituation bestimmt Erwerbssituation

Andrea Leitner vom Institut für Höhere Studien (IHS) wies darauf hin, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen - mit oder ohne Kinder - ein völlig akzeptiertes Faktum in den nordischen EU-Ländern sei. "In Österreich ist die Erwerbssituation ganz stark von der Familiensituation bestimmt".

Sabine Dörfler vom Institut für Familienforschung plädierte für eine Bewusstseinskampagne, um das derzeit in der Bevölkerung vorherrschend negative Bild über Kinderkrippen zu verbessern. (APA)