Brüssel - Die EU-Kommission erwartet in der Eurozone eine Fortsetzung des Trends in Richtung eines leicht höheren Wirtschaftswachstums. Nach den am Freitag vorgelegten Schätzungen gehen die Experten für das Schlussquartal 2005 und das laufende 1. Quartal 2006 von einer Wachstumsspanne für das Bruttoinlandsproduktes (BIP) der zwölf Euro-Länder von 0,4 bis 0,8 Prozent aus. Im zweiten Jahresviertel sehen die Volkswirte dann einen BIP-Anstieg zwischen 0,4 und 0,9 Prozent.

Beschleunigung im dritten Quartal

Im dritten Quartal 2005 hat sich die Konjunktur in der Eurozone bereits etwas beschleunigt. Laut der zweiten revidierten Schätzung des EU-Statistikamtes Eurostat ist das BIP im dritten Jahresviertel in der Eurozone ebenso wie in der gesamten EU um 0,6 Prozent gestiegen. Im zweiten Quartal hatte das Wachstum nach revidierten Zahlen 0,4 Prozent in der Eurozone und 0,5 Prozent in der gesamten EU betragen. Auf Jahresbasis legte das BIP im 3. Quartal in der Eurozone um 1,6 Prozent und in der gesamten EU um 1,8 Prozent zu. Laut Eurostat stieg der private Konsum um in der Eurozone um 0,3 Prozent und um 0,4 Prozent in der gesamten EU.

USA und Japan

Die Vereinigten Staaten verzeichneten im Vergleich dazu im dritten Quartal 2005 einen Zuwachs des BIP von 1,0 Prozent, in Japan stieg es 0,2 Prozent. Im Jahresabstand wuchs die US-Wirtschaft um 3,6 Prozent, die japanische um 2,8 Prozent. (APA)