Krems - Sieben Ausstellungen umfasst das diesjährige Jahresprogramm der Kunsthalle Krems. Salonmalerei, bürgerlicher Realismus und die ungarische Seele sind darin ebenso zu finden wie Arbeiten zum Thema Illusion und Wirklichkeit, Christusdarstellungen in der Fotografie und Präsentationen heimischer Gegenwartskunst.

Laut dem NÖ Landespressedienst macht "Illusion und Wirklichkeit" den Auftakt: Vom 26. Februar bis 18. Juni werden Arbeiten von Maurits Cornelis Escher (1898-1972) und Adolf Luther (1938-1990) gezeigt.

Vom 19. Jahrhundert in die Gegenwart

Mit "Triumph der Schönheit" wird die Epoche der Salonmalerei von Makart bis Rossetti im ausgehenden 19. Jahrhundert beleuchtet. Angesetzt ist die Ausstellung vom 5. März bis 30. Juli. Kunst der Gegenwart steht mit der Leo Zogmayer-Schau "schön" im Mittelpunkt (25. Juni bis 24. September). Es folgt "Corpus Christi. Christusdarstellungen in der Fotografie" (30. Juni bis 24. September). Ab 13. August zeigt "Die ungarische Seele" Realismus im 19. Jahrhundert (bis 11. Februar 2007).

Die letzten beiden Ausstellungen des Jahres 2006 widmen sich dann wieder der Gegenwartskunst. Ab 8. Oktober zeigt Stylianos Schicho Malerei (bis 11. Februar 2007), die Gruppenschau "REAL. Junges Österreich 2006" ist in der zweiten Auflage ab 5. November zu sehen (bis 11. Februar 2007).

Geschichte der Kunsthalle

Die Kunsthalle Krems feierte im Vorjahr ihr zehnjähriges Bestehen. 1995 entstand aus dem Gebäude einer alten Tabakfabrik unter Federführung des Architekten Adolf Krischanitz die damals modernste und größte Kunsthalle Österreichs - zugleich "Trendsetter" des österreichischen "Museumsbooms". Gründungsdirektor Wolfgang Denk folgten Carl Aigner, heute Leiter des NÖ Landesmuseums in St. Pölten, und im November 2003 Tayfun Belgin.

Gleich vis a vis liegt das Karikaturmuseum Krems, das heuer sein fünfjähriges Jubiläum begehen wird. Mit weiteren Institutionen wie der benachbarten "Factory" der Kunsthalle als Ort kultureller Interaktion, der Artothek, ORTE architekturnetzwerk Niederösterreich und dem Unabhängigen Literaturhaus Niederösterreich wird die Kunstmeile Krems ihrem Namen gerecht. (APA)