Gelsenkirchen - Manager Rudi Assauer hat sich dem Druck des Aufsichtsrates gebeugt und übernimmt am 1. August 2006 das Präsidenten-Amt beim FC Schalke 04 vom bisherigen Vorsitzenden Gerhard Rehberg. Mit der Umstrukturierung der Führungsspitze setzt der Revierklub die Forderung des Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies um.

Die bestehenden Zuständigkeiten und Aufgabengebiete innerhalb des Vorstandes würden sich aber nicht ändern, betonte die Vereinsführung in einer Pressemitteilung nach einem Gespräch zwischen Tönnies und dem Vorstand am Freitag. Die Vereinbarung wurde per Handschlag besiegelt.

Die Neuordnung wurde nur möglich, weil der am vergangenen Sonntag 70 Jahre alt gewordene Rehberg, seit 12. Dezember 1994 Schalkes Präsident, den freiwilligen Rückzug akzeptierte und so den Weg für eine salomonische Lösung freimachte, bei der alle ihr Gesicht wahren können.

Mit Rehbergs Ausscheiden verkleinert sich der Vorstand von derzeit fünf auf vier Personen. Neben dem neuen Vorstandsvorsitzenden Assauer gehören dem Gremium weiterhin Josef Schnusenberg (Stellvertretender Vorsitzender), Peter Peters (Geschäftsführer) und Andreas Müller (Manager) an. Die bestehenden Vertragslaufzeiten bleiben unangetastet: Assauer, Schnusenberg und Müller sind bis zum 30. September 2008 im Amt, Peters bis zum 30. September 2010.

De facto wurde damit das Ende der Manager-Ära Assauer beim FC Schalke 04 festgesetzt. Der 43-jährige Müller, seit gut fünf Jahren als Leiter der Lizenzspielerabteilung Assauers Assistent, wird künftig als Manager für alle sportlichen Belange allein verantwortlich sein. Assauer, seit 1. April 1993 Manager des Revierklubs, steht für die erfolgreichste jüngere Vereinsgeschichte. In seine und Rehbergs Amtszeit fallen nicht nur der UEFA-Cup-Gewinn 1997, zwei Vizemeistertitel (2001, 2005) und zwei DFB-Pokalsiege (2001, 2002), sondern auch der Bau der modernen Arena. (APA/dpa)