Teheran - Sunnitische Moslem-Extremisten haben im südöstlichen Grenzgebiet des Iran offenbar drei türkische Gleitschirmflieger entführt. Die Männer seien wahrscheinlich Ende vergangenen Monats entführt worden, sagte ein türkischer Vertreter am Sonntag in Teheran. Es gehe ihnen gut. Die Regierung in Ankara verfolge den Fall sehr genau und arbeite eng mit dem Iran zusammen.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Reza Asefi, sagte Reportern, Geheimdienstinformationen zufolge seien die drei Türken von den gleichen Rebellen verschleppt worden, die auch acht iranische Soldaten unweit der Grenze zu Pakistan als Geiseln nahm. Die Gruppe soll nach Angaben der Regierung in Teheran von einem zur Al Kaida von Osama bin Laden gehörenden Extremisten angeführt werden.

Nach der Entführung der iranischen Soldaten hatte sie ein Lösegeld sowie die Freilassung inhaftierter Mitglieder gefordert und gedroht, die Soldaten ansonsten zu töten. Die iranische Regierung hatte erklärt, sie lasse sich nicht erpressen. Eigenen Angaben zufolge ist die Gruppe auch für die Enthauptung eines iranischen Geheimdienstagenten verantwortlich. (APA/Reuters)