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Reinhard Fendrich gibt seiner Schwiegermutter Mitschuld am Tod seiner Tochter Theresa.

Foto: ap/Straub

Wien – "Es ist unverständlich, dass Rainhard über Tabus geht und Tote nicht in Ruhe lässt." – Mit diesen Worten reagierte Andrea Fendrich auf ein Interview ihres Exmannes gegenüber dem ORF-Radiosender Ö3, in dem der Austropopper am Sonntag schwere Vorwürfe gegen seine frühere Schwiegermutter wegen des Todes seiner eineinhalbjährigen Tochter Theresa im Jahr 1989 erhoben hatte.

In einer knappen Stellungnahme, die sie der APA über ihren Anwalt Georg Zanger zukommen ließ, wies Andrea Fendrich die Anschuldigungen gegen ihre Mutter als Verleumdung zurück: "Es ist ungerecht und es tut mir für Rainhard Leid, dass er meine Mutter verleumdet hat. Rainhard verleumdet damit tausende Großmütter, die täglich an Stelle der Eltern ihre Kinder betreuen."

Das Kind des damaligen Ehepaares war vor 17 Jahren in der Obhut seiner Großmutter gestorben, während der Sänger mit seiner Frau und seinem Sohn auf den Malediven urlaubte. Der Austropopper warf seiner Ex-Schwiegermutter im Gespräch mit Claudia Stöckl "grobe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht" vor.

Seine Exfrau bedachte diese öffentlichen Anschuldigungen mit knappen Worten: "Wenn man mit Schmerzen nicht fertig wird, gibt man anderen die Schuld," resümierte sie. Weitere Stellungnahmen zu diesem Thema würden nicht erfolgen, ließ Andrea Fendrich mitteilen und bat um Verständnis.

Tagelanges Fieber

Während des Urlaubs seien Andrea Fendrichs Eltern bei ihnen eingezogen, erzählte der Musiker im Interview. "Wir hatten auch ein Au-Pair Mädchen, das kaum Deutsch konnte und ganz wenig Englisch, das war aber nur zur Unterstützung da." Seine Tochter hätte tagelang schon Fieber gehabt.

Fendrich weiter laut Ö3-Aussendung: "Als das Kind gestorben ist, war die Großmutter nicht da, das nicht Deutsch sprechende Au-Pair Mädchen ist mit dem sterbenden Kind auf der Straße herumgelaufen und hat bei den Nachbarn angeläutet, um Hilfe zu bekommen. Das ist eine grobe Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Wäre meine Schwiegermutter da gewesen, wie man mir das gesagt hatte, wäre das Kind noch am Leben."

Virusinfektion

Die genaue Todesursache – man sprach von einer Virusinfektion – sei nie festgestellt worden, sagte Fendrich: "Man weiß die genaue Todesursache nicht. Es war ja keiner da." Der Musiker weiter: "Dann hat man mir Vorwürfe gemacht weil ich auf die Malediven gefolgen bin, auch die Schwiegermutter, und das ist eine typische Schwäche und Verdrängung, weil wenn so etwas passiert muss man zumindest gemeinsam leiden. Das ist eine Charakterlosigkeit und eine Feigheit, nicht einmal die Verantwortung auf sich zu nehmen. Hätte meine Mutter aufgepasst, wäre das nicht passiert. Meine Mutter wäre nicht eine Sekunde von der Wiege weggegangen."

Fendrich erzählte zudem über den Bruch mit seinem 20-jährigen Sohn Lukas: "Ich habe keinen Kontakt und lasse ihn jetzt alleine seinen Weg gehen. Er hat mich mehrmals angelogen und gesagt, dass er eine Ausbildung macht – nur weiß er nicht, dass ich alle Professoren der Musikhochschule kenne, er war nie dort. Es ist sehr leicht einen Mini Cooper S zu fahren, den man sich nicht leisten kann – er sollte einmal das wunderbare Gefühl kennen lernen was Geld Wert ist und wie hart man es verdienen muss."

Hochzeitspläne

Über die geplante Hochzeit mit Ina Nadine Wagler sagte Fendrich: "Wir werden heiraten, aber es gibt noch keinen Termin. Es wird sicher kein großes Fest – aber auch nicht die 'Wedding Chapel' in Las Vegas. Bei meinem Heiratsantrag war ich auf Knien und habe eine CD eingelegt mit einer Symphonie, die ich für sie komponiert habe. Ich habe gedacht, das muss wirken. Und Ina hat auch wirklich sofort 'ja' gesagt." (APA)