Ingolstadt - Die Tochter des deutschen Autokonzerns VW, Audi, will im kommenden Jahr im US-Geschäft wieder in die Gewinnzone kommen. "Mit dem Q7, dem sportlichen Geländewagen von Audi, werden wir in diesem Jahr auf dem US-Markt komplett in die Gewinnzone zurückkehren", sagte Audi-Chef Martin Winterkorn der "Automobilwoche". Trotz der gestiegenen Verkäufe in den USA habe Audi im vergangenen Jahr in Nordamerika erneut ein Defizit eingefahren.

"Wir waren im vergangenen Jahr mit dem Ergebnis in den USA nicht sehr glücklich. Wir haben aber im operativen Geschäft, im Verkauf unserer Fahrzeuge, Geld verdient", sagte Winterkorn ohne Zahlen zu nennen. Audi verbuchte 2005 in den USA im Vergleich zum Vorjahr ein Absatzplus von 6,6 Prozent auf 83.066 Fahrzeuge. 2006 soll der Absatz weiter steigen. Helfen soll dabei der Geländewagen Q7, der dort im Mai auf den Markt kommt.

Bestandsgarantie für Seat

Eine ausdrückliche Bestandsgarantie gab Winterkorn für die spanische Marke Seat ab, die derzeit unter starkem Druck steht. Der Chef der Audi-Markengruppe: "Wir werden nicht verkaufen. Und eine solche Marke einzustellen wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll. Die Strategie, mit Seat sportliche Fahrzeuge zu bauen, ist sicherlich richtig." Wie es genau mit Seat weitergehen werde, will der Audi-Chef bekannt geben, "wenn alle Details stehen". Noch werde an verschiedenen Plänen gearbeitet. (APA/dpa)