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Volles Korn ist für die gesunde Ernährung entscheidend.

Foto: APA/Pfarrhofer
Düsseldorf - Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören vor allem Vitamine, Mineralien und Spurenelemente. Doch auch Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate dürfen nicht fehlen. Letztere sind für viele Menschen ein Rätsel. Der folgende Überblick soll entschlüsseln helfen.

Kohlenhydrate sind ein wesentlicher Bestandteil der Nahrung, da sie Energie liefern. Der Mensch benötigt täglich durchschnittlich fünf Gramm Kohlenhydrate pro Kilogramm Körpergewicht. Bei einer längerfristigen Mangelversorgung baut der Körper anstelle der normalen Energieträge Eiweiß ab und damit Muskulatur. Zuviel Kohlenhydrate sind jedoch auch nicht gut, denn dann werden sie in Körperfett umgewandelt und im Fettgewebe gespeichert und man nimmt zu.

Zuckerarten

Kohlenhydrate werden aufgrund ihrer organisch-chemischen Verbindung als Zucker bezeichnet. Es gibt drei Gruppen: der Einfachzucker (Monosaccharide), zu dem beispielsweise Dextrose und Fructose zählen; Zweifachzucker (Disaccharide), wie etwa Lactose oder Saccharose (Rübenzucker); Mehrfachzucker (Oligo- oder Polysaccharide), wie Stärke, Cellulose, Glykogen und Chitin. In der Nahrung befinden sich die Einfachzucker unter anderem in Obst und Honig. In Milchprodukten, Malzbier und Rohr- oder Rübenzucker sind Zweifachzucker enthalten und die komplexen Vielfachzucker finden sich beispielsweise in Form von Stärke in Kartoffeln, Reis und Getreide. Wer nun glaubt, mit zwei Löffel Zucker im Kaffee und einer Scheibe Brot sei der Kohlenhydratbedarf des Tages gedeckt, irrt.

Glykämischer Index

Denn man sollte den glykämischen Index (GI) dabei berücksichtigen. Er gibt die blutzuckersteigende Wirkung kohlenhydrathaltiger Lebensmittel in Zahlen an. Produkte mit einem hohen GI erhöhen den Blutzuckerspiegel schlagartig und die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) muss ständig sehr viel Insulin produzieren, um den Blutzuckerspiegel wieder auszugleichen. Dafür ist die Drüse aber nicht ausgelegt, so dass nach einer Zeit ihre Funktionsfähigkeit nachlässt und eine Diabetes entsteht. Zuviel Zucker macht also ganz klar krank. Zu wenig ist aber auch nicht gut.

Gesunde Kohlenhydrate

Um das richtige Maß einzuhalten, sind Produkte mit einem niedrigen GI jenen mit einem hohen GI zu bevorzugen. Dazu zählen Sojaprodukte, Hafer- und andere Getreideflocken, verschiedene Bohnensorten, Obst und Gemüse sowie Vollkornbrot und -nudeln. Nur wenig sollte dagegen von raffiniertem, weißen Zucker, Süßigkeiten, Keksen, Kuchen, Kartoffelchips, Salzgebäck sowie Produkten aus Weißmehl und zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken konsumiert werden. Denn diese Nahrungsmittel verfügen über einen hohen GI. (red)