Das amerikanische Außenministerium hat sich am Freitag gegen den Eindruck gewandt, es betreibe eine "Politik der offenen Tür" für Spione. Es gebe "keine Informationen" darüber, dass Agenten als ausländische Journalisten getarnt ungestört und unüberwacht in der außenpolitischen Schaltzentrale spazieren gehen könnten, sagte der Sprecher des Außenministeriums Richard Boucher in Washington. Boucher widersprach damit einer gegenteiligen Aussage eines Beamten der Bundeskriminalpolizei FBI vor dem Kongress. Das Ministerium wäre vom FBI informiert worden, wenn dies zuträfe, sagte er. Das bestätigte auch die Bundespolizei - allerdings ohne die Aussage des Beamten ausdrücklich zu dementieren. Sicherheitshalber ermahnte Boucher am Freitag das Pressecorps, sich an die Regeln zu halten und nicht unbegleitet in die Stockwerke der Behörde oberhalb der zweiten Etage vorzudringen. "Ihr Ausweis wird Ihnen weggenommen werden, und Sie kriegen ihn nicht zurück", drohte Boucher. (APA/dpa)