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Visa legt in Europa zu und setzt 2006 auf weiteres Wachstum

Foto: Reuters/Issei Kato
Frankfurt - Visa hat in Europa abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/05 beim Kartenumsatz die Marke von einer Billion Euro überschritten. Im Geschäftsjahr 2004/05 (zum 30. September) verbuchte der Kreditkartenbetreiber in seinen 24 europäischen Märkten einen Kartenumsatz von 1,09 Billionen Euro, was einem Zuwachs von 18,7 Prozent entspricht.

684,3 Milliarden Euro davon entfielen auf Erlöse im Handel. Damit wurden 10,4 (Vorjahr 9,7) Prozent des privaten Konsums in Europa über Visa-Karten getätigt. In Deutschland erreicht das Unternehmen nach Worten Müllers mit 12,2 (11,6) Millionen Karten hingegen lediglich einen Wert von 1,4 Prozent. Visa ist in Deutschland mit einem Marktanteil von rund 44 Prozent die Nummer zwei nach Mastercard.

Alltägliches Zahlungsmittel

Ziel sei es, die Kreditkarte zunehmend als alltägliches Zahlungsmittel, beispielsweise im Supermarkt oder an der Kinokasse, zu etablieren, sagte Müller. Europaweit hoffe Visa auf Wachstumsimpulse durch die Ausgabe von Prepaid-Karten speziell für Jugendliche.

Darüber hinaus will die Gesellschaft auf die Integration der Finanzmärkte reagieren. Mit "VPay" sollen Konsumenten europaweit mit einer Geheimzahl direkt im Geschäft bargeldlos zahlen können, ähnlich wie mit der Bankomatkarte. Zahlen zur Beteiligung an "VPay" nannte Müller nicht. Die Testphase dauere noch an.

2004/05 registrierte Visa Europe, im Besitz von rund 5.000 europäischen Banken, einen Anstieg der Transaktionen um gut 18 Prozent auf etwa 16 Milliarden. Insgesamt hat die Gesellschaft 296,6 Millionen Karten ausgegeben.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Visa in Europa mit einem Umsatzplus von zwölf Prozent auf 1,22 Billionen Euro. Die Zahl der Transaktionen soll um rund ein Zehntel auf 17,6 Milliarden zulegen. Die Zahl der ausgegebenen Visa-Karten wird sich der Planung zufolge auf 314 Millionen erhöhen. (APA/Reuters)