Istanbul - Eine 37-jährige Türkin, die sich mit dem Vogelgrippen-Virus infiziert hatte, ist trotz erfolgreicher Behandlung von ihrem Mann und ihrem Dorf verstoßen worden. Der Ehemann von Gülsen Yesilirmak habe seine Frau nach deren Rückkehr aus dem Krankenhaus als "Gefahr" bezeichnet und wolle keinen Kontakt mehr zu ihr, berichtete die türkische Zeitung "Sabah" am Mittwoch. Auch in ihrem Dorf in der Nähe der zentralanatolischen Stadt Sivas sei die Frau zur "unerwünschten Person" geworden. Yesilirmak wurde Anfang Jänner mit Grippesymptomen ins Krankenhaus eingeliefert, wo die Ärzte bei ihr das Vogelgrippevirus feststellten. Vergangene Woche wurde sie nach erfolgreicher Behandlung entlassen, musste aber wenige Tage später wieder ins Krankenhaus, weil sich erneut Beschwerden einstellten. Es wurde aber keine neue Infektion diagnostiziert. Dennoch wurde Yesilirmak nach eigenen Worten zu Hause von ihrem Mann mit den Worten empfangen, sie wäre besser zu ihrer Mutter gezogen. Nun will sie sich scheiden lassen.(APA)