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Feldversuch: "Elektronische Fußfesselträger"

APA/JULIAN WALTON
Wien - In Oberösterreich begann am Donnerstag der Feldversuch zum Einsatz der elektronischen Fußfessel bei zwei bedingt entlassenen Männern. Als erste "Anwender" ausgewählt wurden zwei Männer der Justizanstalt Garsten, die am Vormittag in die elektronisch überwachte Freiheit entlassen wurden. Beide waren schon bisher Freigänger und haben einen Arbeitsplatz. Ihre Freizeit dürfen sie ab jetzt nicht mehr im Gefängnis, sondern zu Hause verbringen.

"Fußfessel-Projekt"

Die beiden ersten "Fußfesselträger" sind Ende 30 bzw. Anfang 50 Jahre alt, wohnen in Oberösterreich und wurden wegen Eigentums- und Unterhaltsdelikten zu rund drei Jahren Haft verurteilt. Die elektronische Überwachung soll sicher stellen, dass sie sich während der vorgeschriebenen Zeiten am Arbeitsplatz bzw. zu Hause aufhalten. Andere Auflagen für die Männer betreffen etwa Bewährungshilfe oder Therapien.

Das Fußfessel-Projekt läuft bis Ende Mai in Oberösterreich, danach ist die Ausdehnung auf Wien und Graz geplant. Ende September 2007 folgt eine Evaluierungsphase. Wie es danach weiter geht, ist offen. Im Justizministerium kann man sich auch eine Ausdehnung auf den regulären Strafvollzug vorstellen - also die Einführung eines elektronisch überwachten Hausarrests als Haftersatz. Dafür wäre allerdings eine Gesetzesänderung nötig. (APA)