Die Deutsche Telekom schließt 45 Call-Center in Deutschland. Betroffen seien rund 3.300 Mitarbeiter, teilte die Telekom-Festnetzsparte T-Com am Donnerstag in Bonn mit. Allen betroffenen Beschäftigten werde jedoch eine Stelle in einem der verbleibenden 51 Call-Center angeboten. "Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben", betonte ein T-Com-Sprecher.

15.000 Mitarbeiter in ihren derzeit noch 96 Call-Centern

Insgesamt beschäftigt T-Com bisher mehr als 15.000 Mitarbeiter in ihren derzeit noch 96 Call-Centern. Die Schließung fast jedes zweiten Call-Centers ist Bestandteil des Effizienzsteigerungs-Programms der Festnetzsparte. Bis 2008 will die Telekom-Tochter wegen des immer schärferen Wettbewerbs und der technischen Umbrüche rund 20.000 Stellen abbauen.

Bremerhaven, Duisburg, Regensburg, Cottbus, Erfurt und Halle

Von der Stilllegung betroffen sind unter anderem Call-Center in Bremerhaven, Duisburg, Regensburg, Cottbus, Erfurt und Halle. Durch die Konzentration auf wenige, aber personalstarke Call-Center will das Unternehmen nach eigenen Angaben die Service-Qualität verbessern und eine effizientere Auslastung erreichen.

Schlankheit

Im Rahmen des selbst verordneten Schlankheitsprogramms will T-Com außerdem bis Ende 2007 die Tarifstruktur für Privatkunden drastisch vereinfachen. Das Produktportfolio solle um rund 120 Produkte, also um rund 60 Prozent, verringert werden. Dabei gehe es hauptsächlich um Tarifoptionen, die kaum jemand buche, sagte ein Firmensprecher.(APA/AP)