Nairobi - Der afrikanische Teil des Weltsozialforums ist am Donnerstag in Malis Hauptstadt Bamako eröffnet worden. Zu dem fünftägigen Treffen unter dem Motto "Eine andere Welt ist möglich" werden etwa 30.000 Teilnehmer erwartet, die über soziale Gerechtigkeit, Umweltfragen, Migration und Alternativen zur Globalisierung diskutieren. Damit finden diese globalisierungskritischen Beratungen erstmals seit Gründung des Weltsozialforums in Brasilien 2001 auf dem afrikanischen Kontinent statt.

Das Weltsozialforum entstand im Jahr 2001 als Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Neben dem Treffen in Bamako findet das Weltsozialforum auch noch vom 24. bis 29. Jänner in der venezolanischen Hauptstadt Caracas statt. Der im pakistanischen Karachi geplante asiatische Teil des weltweiten Treffens wurde wegen des schweren Erdbebens im vergangenen Oktober auf unbestimmte Zeit verschoben.

Protestmarsch

Das Weltsozialforum begann mit einem Protestmarsch. Rund 4000 Teilnehmer setzten sich am Donnerstagnachmittag zum Marsch durch Bamako in Bewegung, um für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung zu demonstrieren. "Nein zum Neoliberalismus!" und "Afrika kann Afrika ernähren" stand unter anderem auf Schildern und Spruchbändern, die die Demonstranten hochhielten. Offiziell sollte das Forum am Abend im Stadion von Bamako eröffnet werden. (APA/dpa)