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Nepalesische Soldaten bewachen den Königspalast.

Foto: APA/EPA/NARENDRA SHRESTHA
Kathmandu - Nach der Verhängung einer Ausgangssperre am Freitag hat die Opposition in Nepal ihre geplante Großdemonstration verschoben. Nach Angaben der Organisatoren soll die Kundgebung gegen die Regierung von König Gyanendra, zu der sieben verbotene Oppositionsparteien aufgerufen hatten, nun am Samstagnachmittag (Ortszeit) in der Hauptstadt Kathmandu stattfinden. Durch die Ausgangssperre, die zunächst nur nachts galt und am Freitag auch auf den Tag ausgedehnt wurde, kam das Leben in Kathmandu zum Stillstand.

Bewaffnete Polizisten und Soldaten standen in Abständen von wenigen hundert Metern an den Hauptstraßen, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Handyverbindungen wurden unterbrochen. Die Polizei habe mindestens 190 Politiker und Anhänger der Opposition in Gewahrsam genommen, weil sie die Ausgangssperre gebrochen hätten, sagte ein Polizeibeamter.

Ausnahmezustand

Nach heftigen Kämpfen mit den maoistischen Rebellen hatte der Monarch im Februar 2005 den Ausnahmezustand erklärt, die Regierung entlassen und ein vom ihm geführtes Kabinett aus engen Vertrauten eingesetzt. Für die kommenden drei Jahre ernannte er sich zum alleinigen Machthaber. Die Bürgerrechte wurden suspendiert, zahlreiche Politiker und Anhänger der Opposition inhaftiert. Der Aufstand der Maoisten gegen die nepalesische Monarchie begann 1996. Seitdem kamen bei den Kämpfen rund 12.000 Menschen ums Leben. (APA)