Das Tiroler Echo musste diesmal ohne Hansi Hinterseer auskommen

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Zelsachers Kitz-Blog

Standard-Sportredakteur Benno Zelsacher ist derzeit in Kitzbühel. Was sich dort sportlich ereignet, finden Sie im Sportteil des Blattes. Zelsachers ganz persönliche Notizen über nebensportliches Geplustere rund um Hahn und Kamm finden Sie hier.

In Kitzbühel steht ein Eisberg

Manche Tage haben viel zu wenig Stunden, und weil das so ist, sind ehrgeizige Pläne mitunter zum Scheitern verurteilt. Ich habe es einfach nicht geschafft, den Salomon-Termin zu schmücken. Olympiasieger Fritz Strobl hat es verkraftet. Fischer kam mir nicht aus. Dort schwärmte Kollege Hans Knauß von Flowflex, „dem ersten Skifahrwerk der Welt“, welches es ermöglicht, dass sich der Ski auch unter der Bindungsplatte frei durchbiegen kann.

Schnellen Schrittes eilte ich zu Atomic, lernte von der Powerbridge, die dafür sorgt, dass Bindung und Schuh die natürliche Biegelinie der Ski nicht beeinflusst. Sie, die Ski, werden immer gescheiter. Praktisch war, dass die Après-Ski-Party der Schöllerbank ebenfalls im Rasmushof stattfand. Ich trank mit Direktor Reinhard Zechner ein Seidel, auf Befragen erklärte er mir ein paar Anlagemodelle, ungefragt gestand ich den Mangel an Anlegbarem, und es waren so viele Berühmtheiten zugegen, dass der Versuch, sie aufzuzählen, sowieso scheitern würde und also unterbleibt. Sie alle hörten dem Tiroler Echo zu, seines Zeichens die Liveband des gestiefelten Barden Hansi Hinterseer.

Anderswo freilich waren zeitgleich noch andere aus Funk und Film und Print bekannte Menschen unterwegs, die Kunde machte die Runde. Wenn ich mir die Promis jetzt als virtuelle Einheit vorstelle, dann würde ich zu dieser Einheit Eisberg sagen, aber nicht, weil sie so kühl ist, sondern weil der größere Teil unsichtbar zu bleiben pflegt. Das gilt aber nur für den vereinzelten Betrachter, denn wer gesehen werden will, wird gesehen, erreicht doch die Kameradichte in der Stadt jährlich einen neuen Rekordwert. Papst Benedikt XVI. und Fidel Castro fehlten trotzdem. (DER STANDARD Printausgabe, 21./22.01.2006)